Am 1. September 1948 wird mit einem Festakt im Lichthof des Museums Alexander Koenig der Parlamentarische Rat eröffnet. In den Frankfurter Dokumenten wurde dieses Datum als letztmöglicher Zeitpunkt für die Einberufung des Parlamentarischen Rats festgesetzt. Neben den Abgeordneten nehmen Vertreter der Westalliierten und des öffentlichen Lebens teil. Als eines der repräsentativen Gebäude in Bonn, das im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt wurde, bietet das Museum Alexander Koenig einen festlichen Rahmen.
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Festakt
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Bis 13 Uhr treffen die Teilnehmer des Festakts zu Fuß oder im Wagen am Museum Alexander Koenig ein. Rechts und links vom Eingang sind Polizeieinheiten angetreten. Vor dem Gebäude sind die Flaggen der elf Länder gehisst.
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Carl Spiecker (1.v.l.), Mitglied des Wirtschaftsrats der Bizone und Landtagsabgeordneter von Nordrhein-Westfalen für die Zentrumspartei, und Hermann Katzenberger (2.v.l.), Leiter der Pressestelle der nordrhein-westfälischen Landeskanzlei, steigen am Museum Alexander Koenig aus einer Limousine.
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Christine Teusch (CDU, 2.v.r.), Kultusministerin von Nordrhein-Westfalen, erreicht das Museum Alexander Koenig in Begleitung des Chefs der nordrhein-westfälischen Landeskanzlei, Hermann Wandersleb (1.v.r.).
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Die Ministerpräsidenten Hermann Lüdemann (SPD, 3.v.r.) von Schleswig-Holstein und Hinrich Wilhelm Kopf (SPD, 2.v.r.) von Niedersachsen kommen gemeinsam am Museum Alexander Koenig an.
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General William Alexander Bishop (2.v.r.), der britische Militärgouverneur von Nordrhein-Westfalen, und der amerikanische Botschafter Robert D. Murphy (3.v.r.) gehen zum Eingang des Museums Alexander Koenig.
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General Jean-Baptiste Piron, der Vertreter der belgischen Besatzungsmacht, trifft am Museum Alexander Koenig ein. In Bonn und in Bad Godesberg sind belgische Soldaten stationiert.
Im Hintergrund steht Erna Wagner-Hehmke mit ihrer Kamera, fotografiert von ihrer Assistentin.
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Das Städtische Orchester Bonn unter der Leitung des Städtischen Musikdirektors Gustav Classens umrahmt musikalisch den Festakt. Zu Beginn hören die Gäste die Ouvertüre in D-Dur von Johann Sebastian Bach. Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildet die Leonoren-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven.
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Der Lichthof des Museums Alexander Koenig, der eigentlich als Ausstellungsfläche für präparierte Tiere dient, wird für den Festakt umgestaltet. Die Tiere werden an die Seiten geschoben und durch Vorhänge verdeckt. Später wird gern berichtet, dass die Giraffe über die Abdeckungen hervorschaute und die Gäste beobachtete. Diese gut erfundene Anekdote wird durch keine Fotografie belegt.
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Karl Arnold (CDU) hält als gastgebender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen die Eröffnungsrede. Zentral vor dem Rednerpult sitzen in fünf Reihen die Mitglieder des Parlamentarischen Rats. Rechts von ihnen haben in der ersten Reihe die Vertreter der Westalliierten und auf der linken Seite in der ersten Reihe die Ministerpräsidenten Platz genommen.
1.9.1948
Festakt
Karl Arnold (CDU):
Begrüßung als Ministerpräsident
von Nordrhein-Westfalen
(21´57)
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Der Festakt wird auch von einem nicht weiter bekannten Zeichner festgehalten.
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Neben den Vertretern der Westalliierten und der Länder sind auch Gäste der Universität Bonn geladen. Ernst Friesenhahn (1.v.r.) ist Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Neben ihm sitzt Richard Thoma (2.v.r.), ehemaliger Staats- und Verfassungsrechtler an der Universität Bonn. Er wird später als Sachverständiger in den Ausschuss für Wahlrechtsfragen eingeladen. Martin Noth (3.v.r.), evangelischer Theologe und Alttestamentler, ist von 1947 bis 1948 Rektor der Universität Bonn. In der Reihe schließen sich die Dekane verschiedener Fakultäten an.
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Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold (CDU) begrüßt die Teilnehmer des Festakts und umreißt die Aufgaben des Parlamentarischen Rats: Der Bürger müsse die Überzeugung und die Sicherheit haben, dass seine „unveräußerlichen Menschenrechte verbrieft, gewahrt und mit allen Mitteln des Staates geschützt“ werden. Nur so könne der Bürger ein „inneres Verhältnis zu den Grundprinzipien eines neuen staatlichen Lebens“ aufbauen.
1.9.1948
Festakt
Karl Arnold (CDU):
Begrüßung als Ministerpräsident
von Nordrhein-Westfalen
(21´57)
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Ministerpräsident Karl Arnold (CDU) betont in seiner Rede, dass das zu schaffende Grundgesetz nur vorläufigen Charakter habe und „es einer sachlichen Kritik aus gesamtdeutscher Schau standhalten“ müsse.
1.9.1948
Festakt
Karl Arnold (CDU):
Begrüßung als Ministerpräsident
von Nordrhein-Westfalen
(21´57)
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Blick auf die Mitglieder des Parlamentarischen Rats. In der ersten Reihe sitzen Carlo Schmid (SPD), Adolph Schönfelder (SPD), Walter Menzel (SPD), Gustav Zimmermann (SPD), Theodor Heuss (FDP ), Hermann Schäfer (FDP ), Rudolf Katz(SPD),Friedrich Wilhelm Wagner(SPD), Theophil Heinrich Kaufmann(CDU) (v.l.n.r.).
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Vertreter der Westalliierten sind der Brite Christopher Steel (am linken Bildrand), der amerikanische Botschafter Robert D. Murphy, General William Alexander Bishop und der belgische General Jean-Baptiste Piron (v.l.n.r.). Die drei Militärgouverneure selbst bleiben der Eröffnungsfeier bewusst fern, um die Moskauer Verhandlungen zur Aufhebung der Berlin-Blockade nicht zu gefährden.
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Im Anschluss an Karl Arnold (CDU) spricht Christian Stock (SPD), Ministerpräsident von Hessen und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Er betont, dass „wir (...) heute zum ersten Male in der neuen deutschen Geschichte seit der Kapitulation nicht nach einem Diktat, sondern nach Vereinbarungen, die zwischen den Herren Militärgouverneuren und den Ministerpräsidenten zustandegekommen sind“, handeln.
1.9.1948
Festakt
Christian Stock (SPD):
Begrüßung als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz
(17´49)
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Vom Rednerpult aus rechts sitzen die Ministerpräsidenten, hier Peter Altmeier (CDU), Rheinland-Pfalz, und Karl Arnold (CDU), Nordrhein-Westfalen (v.r.n.l.). Auf dem freien Stuhl zwischen ihnen sitzt der hessische Ministerpräsident Christian Stock (SPD), der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz gerade spricht.
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In der ersten Reihe haben die Ministerpräsidenten Platz genommen, hier diejenigen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Württemberg-Hohenzollern: Hinrich Wilhelm Kopf (SPD), Hermann Lüdemann (SPD), Hans Ehard (CSU) und Gebhard Müller (CDU) (v.r.n.l.).
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Auch Vertreter der einzelnen Konfessionen sind geladen, unter anderem der Kölner Domkapitular Prälat Albert Lenné.
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Nach dem Ende des Festakts gegen 14.30 Uhr verlassen die Teilnehmer das Museum Alexander Koenig, hier Christine Teusch (CDU), Kultusministerin von Nordrhein-Westfalen.
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Der Kölner Domkapitular Prälat Albert Lenné im Gespräch mit dem Direktor des Museums Alexander Koenig, Adolf von Jordans (M.), und Hermann Wandersleb (r.), dem Chef der nordrhein-westfälischen Landeskanzlei.
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Nach dem Festakt gegen 14.30 Uhr warten Vertreter der französischen Militärregierung vor dem Museum Alexander Koenig auf ihre Fahrzeuge: Guillaume Widmer (2.v.r.), Landesgouverneur von Württemberg-Hohenzollern, und Claude Hettier de Boislambert (3.v.r.), Landesgouverneur von Rheinland-Pfalz.
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Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Karl Arnold (CDU, M.) und Staatssekretär Karl Mohr (l.) brechen zur Pädagogischen Akademie auf. Dort soll um 15 Uhr die konstituierende Sitzung des Parlamentarischen Rats beginnen.