1945-49

Last der Vergangenheit


Schild: Straßenschild "Adolf-Hitler-Straße", 1933-1945

Karikatur: Stury-Karikatur zur Entnazifizierung, 1948

Plakat: Zu den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, 1945/46



Leid und Elend der Nachkriegszeit sind das Ergebnis der nationalsozialistischen Diktatur, ihrer Kriegspolitik und ihrer Verbrechen. Das Ausland und die Deutschen beschäftigen sich mit der Frage, wer für die Verbrechen im "Dritten Reich" verantwortlich war.

Was haben die Deutschen von den Verbrechen gewußt? Sind sie mitschuldig geworden? Die Skala des persönlichen Verhaltens reicht von der Mittäterschaft bis zum aktiven Widerstand. Im Oktober 1945 verfassen Mitglieder der Bekennenden Kirche, die im "Dritten Reich" Widerstand geleistet haben, unter ihnen Martin Niemöller und Gustav Heinemann, das Stuttgarter Schuldbekenntnis der Evangelischen Kirche: "Wir klagen uns an, daß wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben."

Die Aufklärung über die NS-Verbrechen ist ein wichtiges Ziel alliierter Politik. Der Film "Todesmühlen" klärt über die Verbrechen in den Konzentrationslagern auf. Die Weimarer Bevölkerung wird gezwungen, das KZ Buchenwald zu besichtigen. Plakate zeigen Leichenberge, Massengräber und die Elendsgestalten der wenigen Überlebenden. Niemand soll das Unglaubliche leugnen können.

Die Besatzungsmächte leiten inzwischen die strafrechtliche Verfolgung der Täter ein. Viele werden steckbrieflich gesucht.

(ab)


Dokument Erklärung: Stuttgarter Schuldbekenntnis, 1945



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