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Im April 1991 wird die Militärstruktur des Warschauer Pakts aufgelöst, und im Dezember tritt an die Stelle der Sowjetunion nach ihrer Auflösung die Gemeinschaft unabhängier Staaten (GUS). Am 7. und 8. November 1991 wird der Ost-West-Konflikt auf der NATO-Gipfelkonferenz in Rom offiziell für beendet erklärt. Diskussionen über eine Osterweiterung des aus 16 Staaten bestehenden Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses münden schließlich 1994 in dem Programm "Partnerschaft für den Frieden" (PFP). Damit bietet die NATO auf dem Gipfeltreffen in Brüssel am 10. und 11. Januar 1994 den reformierten Staaten Mittel- und Osteuropas eine militärische und sicherheitspolitische Kooperation an. Ein möglicher späterer NATO-Beitritt wird in Aussicht gestellt. |
Unter den 16 Staats- bzw. Regierungschefs
der NATO-Mitgliedsländer bestehen Differenzen über die Anzahl der
Beitrittsländer. Die sogenannte "kleine Lösung" sieht den Beitritt
von Polen, Tschechien und Ungarn vor, die "große Lösung" noch zusätzlich
den von Slowenien und Rumänien. Die USA, Deutschland und Großbritannien
sind Befürworter der "kleinen Lösung", während Frankreich für
die Aufnahme von fünf Ländern plädiert. Noch 1997 beginnen die
Beitrittsgespräche mit Ungarn. Zum 50. NATO-Geburtstag am 4. April 1999
sollen zunächst Polen, Tschechien und Ungarn in das Nordatlantische Bündnis
aufgenommen werden. Für weitere Beitritte Rumäniens, Sloweniens, Estlands,
Lettlands und Litauens hält sich die NATO offen.
(ke)



