|

|
Politiker und Jurist
- 1897
-
14. Dezember: Thomas Dehler wird in Lichtenfels/Oberfranken als Sohn eines Gastwirts und Metzgers
geboren.
- 1916
-
Einberufung zum Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg.
- 1920
-
Nach einem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Würzburg, Freiburg und München
promoviert Dehler in Würzburg mit einer Arbeit über "Die Begründung des Strafurteils" zum Dr. jur.
Anschließend beginnt er sein Referendariat.
- 1920-1933
-
Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), beziehungsweise ab 1930 der Deutschen
Staatspartei.
Erste Kontakte mit Theodor Heuss.
- 1923
-
Mitbegründer des demokratischen Bundes "Der Reichsadler".
- 1924
-
Dehler wird Rechtsanwalt in München.
- 1925
-
Heirat mit Irma Frank.
- ab 1926
-
Rechtsanwalt in Bamberg.
Vorsitzender der DDP in Bamberg.
- 1926
-
Aufnahme in die Freimaurerloge "Zur Verbrüderung an der Regnitz".
- 1929
-
"Meister" in der Loge, später Großredner der Allgemeinen Freien und Angenommenen
Maurer.
- 1933-1945
-
Während der Zeit des Nationalsozialismus lebt Dehler eher zurückgezogen, hat aber Kontakt zum Widerstand.
1938 und 1944 wird er vorübergehend verhaftet.
- 1945
-
Nach Kriegsende kehrt Dehler zurück nach Bamberg. Dort wird er bereits im Juni durch die US-
Militärregierung zum Landrat ernannt. Später übernimmt er das Amt des Generalstaatsanwaltes in
Bamberg.
Mithilfe bei der Wiedereröffnung der Bamberger Freimaurer-Loge.
- 1946
-
Dehler wird Landesvorsitzender der FDP in Bayern.
- 1947
-
Ernennung zum Oberlandesgerichtspräsidenten in Bamberg.
- 1948/1949
-
Mitglied des
Parlamentarischen Rates.
- 1949-1967
-
Mitglied des Deutschen Bundestages.
- 1949-1953
-
Dehler ist Bundesjustizminister im 1. Kabinett Adenauer. In dieser Zeit werden die Obersten
Bundesgerichte eingerichtet, das Bundesrecht vereinheitlicht und die Strafrechtsreform eingeleitet.
- 1953-1957
-
Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag. In Fragen der Innen- und Außenpolitik stellt Dehler sich
wiederholt gegen die Politik Konrad Adenauers.
Besonders in der
Saarfrage kritisiert er die Vorgehensweise der Regierung.
- 1954-1957
-
Bundesvorsitzender der FDP.
- 1956
-
23. Februar: Unter Führung von Dehler beschließen die FDP-Bundestagsmitglieder die Aufkündigung
der Koalition mit der CDU/CSU und gehen damit in die Opposition. 16 Mitglieder der FDP-
Bundestagsfraktion, darunter die vier Minister, spalten sich von der Partei ab, bilden die "Freie
Volkspartei" (FVP) und bleiben in der Regierungskoalition.
- 1957
-
Nach der Wahlniederlage bei den Bundestagswahlen, bei denen die Unionsparteien die absolute
Mehrheit erlangen, tritt Dehler als Vorsitzender der FDP zurück.
- 1960-1967
-
Vizepräsident des Deutschen Bundestages.
- 1967
-
21. Juli: Thomas Dehler stirbt in Streitberg/Oberfranken.
(iz)
|